30.04.2016

Sie geht wenn er kommt ...



Sie begegnen sich in den wenigen Tagen, in denen sie beide auf der Bühne des Frühlings anwesend sind.




Die eine hat ihre Vorstellung bereits gegeben, je nach Witterung hat sie uns mehr oder weniger  Wochen mit ihrem bunten fröhlichen Farbenspiel erfreut. Der andere hat lange gewartet, erst jetzt beginnt er sich zu entfalten und reckt sich zur vollen Schönheit dem diffusen Licht seines Standortes entgegen.


Farn im Austrieb und Tulpen-Stempel

Nach und nach entblättert er sich und offenbart das Geheimnis seiner Knospen, was darin alles gefaltet und sortiert vor unseren Augen verborgen war. Nach und nach wird sichtbar, was man kaum zu glauben wagt - wie solch vollendet durchdachte Gebilde sich aus so einer winzigen Knospe entwickeln können, dies ist mir jedes Jahr aufs Neue ein Rätsel und wird es wohl auch bleiben.

Farn im Austrieb und Tulpen-Stempel
Sie wird noch einige Zeit ihre Blätter zeigen, während sie noch Nährstoffe für die kommende Blühphase im nächsten Jahr aufnimmt. Nach und nach sterben die Blätter ab und weg ist sie, als hätte es sie und ihre Frühjahrs-Pracht niemals gegeben.



Es handelt sich hier um die Tulpe und den Farn, zwei, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie glänzt ausschließlich mit ihrer bunten Blütenvielfalt und stillt unseren Hunger nach Farbe im Frühling. Er besänftigt unsere von zu viel Farbe überforderten Augen und lässt uns zur Ruhe kommen. Mit unseren Blicken versinken wir in seinem grünen, fedrigen Kleid.  

Farn im Austrieb und Tulpen-Stempel
 Auf beide möchte ich in meinem Garten nicht verzichten, und jedes dieser Pflänzchen hat seinen besonderen Auftritt zur jeweiligen Zeit. Sie ergänzen sich vortrefflich, denn dem Farn gelingt es mit seinem filigranen Laub, die übriggebliebenen Blätter der Tulpe elegant zu verdecken, bis diese ganz verschwunden sind. 


Hättet ihr gedacht, dass eine so clever durchdachte Pflanze wie der Farn bereits vor vielen Millionen Jahren die Erde mit ganzen Wäldern bedeckte? Vor etwa 360–300 Millionen Jahren bildeten Baumfarne  zusammen mit großen Schachtelhalmen und Bärlapp-Pflanzen Wälder von riesigen Ausmaßen. Diese Wälder lieferten die Zutaten für das heutige Steinkohlevorkommen.

Über sie, die Tulpe, gibt es folgende erstaunliche Zahlen zu nennen:  Über 80 % der Welt-Tulpenproduktion übernehmen unsere Nachbarn aus den Niederlanden. Sie kultivieren an die 1200 Sorten. Von den über 9500 Hektar Anbaufläche werden 50% für die 40 meistgekauften Sorten verwendet.



Es grüßt euch recht herzlich

Marion

alias


Kommentare:

  1. Immer wieder ein Schauspiel, wenn sich der Farn entrollt. lg Regula

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  2. Ich finde Farn total schön...
    Oft habe ich ihn schon versucht im Garten zu kultivieren, es hat nie geklappt...
    Und dann, auf einmal wächst doch tatsächlich ein Farn bei mir im Blumenkübel, wie er dort reingekommen ist... KA ;-D Aner seit dem erfreue ich mich immer wieder wenn er loslegt!
    Danke für deine schönen Bilder!
    Liebe Grüße schicke,
    Britta

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  3. Beautiful. I am not only a tulip lover, but also the baby ferns are my favorite. Groetjes,
    Hetty

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  4. Das Foto mit dem Tulpensamenstand und dem Farnlaub ist genial!
    Ich habe beide im Garten, aber sie gehen nicht so auf Tuchfühlung wie bei dir.
    Meine Farne hocken eher an Stellen, die der Tulpe nicht gefallen würden.
    VG
    Elke

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  5. Großartige Fotos und tolle Bildbearbeitung. Zu schön Tulpen und Farn und diese Farben toll.
    Einen wunderschönen 1. Mai und liebe Grüße
    Ingrid

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  6. Was für geniale Fotos! Ich glaube, ich hole gleich mal die Lupe 'raus und gehe in den Garten.
    herzlichst Katrin / soulsister meets friends

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  7. Mein Farn sitzt in der hintersten Ecke vom Garten, wo meistens Schatten ist. Tulpen würden da wohl eher nicht gedeihen! Ein paar von ihnen blühen sogar noch!
    Grüßle
    Ursel

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  8. das sind geniale Aufnahmen die du uns da zeigst
    einfach wunderschön
    ein göttliches Kunstwerk der Farn (wie so viele andere ;) )
    liebe Grüße
    Rosi

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  9. Ein ganz schöner Beitrag mit genialen Fotos.
    L G Pia

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  10. Wundervolle Fotos! Zum Niederknien schön. Ich liebe Farne und ich liebe es, Farnen beim entrollen zuzusehen. Danke für deinen lieben Besuch. Hab mich soooo sehr gefreut. Die weißen Rhodos sind wesentlich früher als die anderen - bei mir jedenfalls.
    Eine wundervolle Zeit
    Elisabeth

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  11. Dem Farn zuzuschauen, wie er sich entrollt, finde ich immer schön.
    (zuzuschauen...naja nicht wörtlich!)
    Deine Bilder sind richtig schön.
    Mama schneidet den Tulpen oft die Blätter ab. Aber unsere Im Garten sind gerade noch am blühen und der Vater wundert sich mal wieder, wieviele Tulpen er hat, ohne eine einzige gesetzt zu haben...
    Schöne Sonntagsrestgrüße
    Andrea

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  12. Sehr schön gestaltet mit tollen Makros !
    Liebe Grüße

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  13. Ich bin auch ein großer Farnliebhaber und ertappe mich immer wieder dabei, mich bäuchlings hinzulegen um ihn ganz nah zu bekommen. So manches Kleidungsstück hat dabei schon arg leiden müssen. Aber das ist mir egal. Herrlich wie er sich entfaltet, wenn sich die Schnecken öffnen. Ich hab das mal in Zeitlupe in einer TV-Sendung gesehen. Faszinierend ever!
    Tolle Bilder zeigst du hier!!!

    Liebe Grüße

    Anne

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  14. Wundervolle Bilder. Die Natur wird mich immer wieder in Erstaunen setzen.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

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  15. Hier entrollt er sich sich jetzt auch, da werde ich sicher die Kamera zücken. Tolle Aufnahmen und eine schöne Kombination bzw. ein schöner Wechsel von bunt zu grün.
    Liebe Grüße von Katja

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  16. Liebe Marion,
    eine wunderbare Kombination, Tulpe und Farn! Deine Makros sind sensationell gut!
    Liebe Grüße
    moni
    http://www.reflexionblog.de

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  17. Wunderbare Aufnahmen, jedes für sich ein Unikat, liebe Marion!
    Farnschnecken sind traumverzaubert und die Tulpenfruchtstände so farbenprächtig!
    Wunderschön gesehen und arrangiert!
    Liebe Grüße
    Gabi

    http://einenblick.wordpress.com

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  18. Liebe Marion,
    ich bin wieder total begeistert von deinem Post! Fasntastische Makros vom Farn. Bei uns hier im Waldgarten wächst er an vielen Stellen; er fängt aber jetzt erst an, sich zu entrollen - faszinierend dieser Vorgang.
    LG Christiane

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Einige liebe Worte sind für mich wie ein warmer Regen im Mai ... sie geben mir die Kraft für ein ganzes Blogger-Jahr, kreativ in die Welt zu schauen. Ich danke euch allen dafür.

Gerne besuche ich auch eure Blogseiten und hinterlasse einen Kommentar. LG Marion