15.01.2016

Frostige Zeiten gesucht

BLUEHENDE SCHOEHNHEITEN ENTDECKT:



Tagelang hat man den Garten gemieden, denn was kann schon um diese Jahreszeit zu entdecken sein?
Nun aber, in der vergangenen Nacht, hatten wir endlich einmal wieder Frost - dies konnte mich samt Kamera in die kalten Gefilde meines wilden Gartens locken. Denn der oft so verschmähte Frost, so weiß jeder Fotograf, liefert die schönsten Bilder und Gemälde in der Natur. Filigrane Zeichnungen kann man an glatten Gegenständen erkennen und die Pflanzen sind mit einer weißen, glitzernden Schicht überzogen, die die Strukturen nochmals besser zur Geltung kommen lässt.

Schnell eine Jacke übergezogen mache ich mich auf den Weg, zarte Schönheit von großer Vergänglichkeit festzuhalten. Anfangs finde ich auch das eine oder andere interessante Objekt, wie man auf den nächsten Bildern gut erkennen kann:


Doch dann sehen meine Augen, was sie im Januar noch nicht vermutet hätten. Ich finde Blüten von den verschiedensten Pflanzen - zu so einem frühen Zeitpunkt im Jahr - das hätte ich wirklich nicht erwartet. 

Hier schnell einige Fotos gemacht und weiter durch den Garten. Auch an anderen Standorten gibt es wieder einige Blüten zu sehen. Von nun an ist der Frost in Vergessenheit geraten, ich bin in einem Blütenrausch und fotografiere, was sich meiner Kamera anbietet. 

Seht selbst, wer sich heute als Model angeboten hat. Voilà, meine 
Germanys-Januarys-Topstars:



Zu allererst präsentierte sich recht schüchtern und zaghaft: die Alpenrose. Sie macht es sich gemütlich in einem Ambiente aus verschiedenem Laub, welches ihrer Farbe als Hintergrund dient und sie vor allzu kaltem Wetter schützt.



Als nächstes, etwas kokett unter dem Blatt herausschauend, ruft sie uns förmlich zu, dass sie die Nächste sein möchte, die fotografiert werden soll. Es handelt sich um die Malve in ihrer farbigen Pracht.


Noch etwas zugeknöpft, reserviert und mit einem Winterpelz aus Tannengrün, präsentiert sie sich (es handelt sich bei ihr aber auch um eine Sommerschönheit ersten Grades): die Rose.


Mit ihm muss man auch um diese Jahreszeit schon eher rechnen und so steht er da in voller Schönheit: der Winterling und posiert mit der Sonne um die Wette.


Last but not least habe ich unter dem üppigen Blattwerk der Lenzrose (Helleborus) auch schon deren geöffnete Blüten entdeckt. Ganz zurückhaltend, das ist ihr Naturell - am liebsten im Verborgenen Blühen, dann fühlt sie sich wohl. Eine Blüte habe ich jedoch dann doch in das rechte Licht gerückt - nur so kann man ihrer makellosen Schönheit gerecht werden. Die restlichen Knospen darf sie dann gerne wieder unter Blattgrün verstecken!







So nun bleibt noch die Wahl des Publikums - wer ist euer Topfavorit im Januar?

 ***


Näheres über die christliche Verwandtschaft der Lenzrose könnt Ihr in diesem Post erfahren 
Helleborus niger. 

Schöne frostige Entdeckungen wünschen die

Blumenfrauen!

Kommentare:

  1. Mir gefallen die Blätter mit dem Rauhreif sehr gut - darauf warte ich hier schon den ganzen Winter, um so etwas zu fotografieren. Hatte extra Stauden stehen gelassen. Aber hier gab's entweder gar keinen Frost oder sehr viel Schnee.
    Der Top-Star ist aber die Lenzrose!! Und die Texte gefallen mir außerordentlich gut!! Liebe Grüße

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    1. Vielen lieben Dank für den tollen Kommentar. Ich lasse jeden Herbst reichlich Stauden stehen - alljene, die die Vögelchen noch als Futterspender in Anspruch nehmen können und oft sind diese dann ganz bezaubernd in ihrem Winterkleid .... LG Marion

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Einige liebe Worte sind für mich wie ein warmer Regen im Mai ... sie geben mir die Kraft für ein ganzes Blogger-Jahr, kreativ in die Welt zu schauen. Ich danke euch allen dafür.

Gerne besuche ich auch eure Blogseiten und hinterlasse einen Kommentar. LG Marion