11.02.2016

Elefantenohren auf der Fensterbank


Kalanchoe beharensis

Ich liebe diese Pflanze! Manch einer wird sich nun fragen - warum blos? Sie ist ja nun nicht die umwerfende Schönheit, von der man von 0 auf 100 ins Schwärmen geraten kann! Ja, das mag wohl stimmten, zumal sie irgendwann, ab einem gewissen Alter, wirklich nicht mehr sehr elegant aussieht. Denn wenn sie groß genug gewachsen ist und die unteren Blätter verloren hat, dann sieht sie eher aus, wie eine Giraffe mit Elefantenohren - und dies ist ja nun eher ein lustiger Anblick.



Aber zum einen mag ich Dinge (wenn man hier ausnahmsweise von einem Ding sprechen darf), die etwas andersartig sind und auf ihre Art aus der Menge herausstechen. Und zum anderen liebe ich sie nicht ganz uneigennützig, denn ihre Blätter lassen sich in der Floristik aufs vorzüglichste zum Einsatz bringen. 

Die Blätter behalten extrem lange ihr schönes pelziges Äußeres und vertrocknen sehr lange nicht. So lassen sie sich als gestalterisches Element für viele verschiedene Zwecke einsetzen.




Eine weitere bewundernswerte Eigenschaft dieser Pflanze ist, dass sie sehr genügsam ist und bei mir in der Sonne und dies in Kombination mit einem Fenstersims über der Heizung zurechtkommt. Die pralle Mittagssonne liebt sie nicht so sehr, aber sehr wohl die Morgen- und Abendsonne.

 Dieses Pflänzchen ist ein echter Überlebenskünstler, das man so schnell nicht klein kriegen kann. Wenn man ihr nun mit der Schere zu Leibe rückt, dann packt sie die ganze Lebenslust und Energie, die in dem verbliebenen Stummel noch ruht und treibt meist gleich an mehreren Stellen wieder munter aus. So kann man dann auch aus der Giraffe wieder einen Elefanten machen ;-)).

Aber noch bemerkenswerter und auch der Grund warum ich sie heute als Blog-Thema ausgewählt habe ist, dass sie selbst abgefallene Blätter ohne Bodenkontakt wieder dazu bringt, nochmals Wurzeln und Blätter zu bilden. Wenn das alte Blatt dann abgestorben ist, ist bereits eine neue Pflanze am Start. Bei Künstlern würde man sage, sie hat sie wieder einmal neu erfunden!

Wie ihr seht, sie begeistert mich - denn diese Pflanzen haben einen bemerkenswerten Lebenswillen und sind anscheinend frei von depressiven Verstimmungen. Vielleicht sollte man sie mal etwas genauer untersuchen, denn das was in ihnen steckt, das hätte mancher von uns wohl auch ganz gerne in sich oder evtl. auch nur als Tablette für die Vertreibung von Depressionen.



Wir zücken also virtuell den Hut - chapeaux - und verneigen uns vor solch einer lebensstrotzenden Pflanze!

Ihr Name ist:

Kalanchoe beharensis 

und gehört zu den Dickblattgewächsen
Vorsicht für Haustierbesitzer: sie ist giftig

weitere Informationen sind auch zu finden unter:

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