18.02.2016

Natur lässt Moos drüber wachsen



 und schön ist's!

 


Es gibt Momente im Leben, die sollte man sich in eine Vorratsdose einpacken können. Bei Bedarf könnte man dann auf die Stimmung, das Gefühl oder auch den Duft zugreifen und sich in diesen schönen Augenblick zurückversetzen lassen. Auch hätte ich etwas davon Tante Mali von
Tante Malis Gartenblog  gegen ihre Grün-Sehnsucht zusenden können.


Ein solcher Moment war für mich dieser Spaziergang im Wald mit den Hunden. Die Bilder sprechen sicherlich für sich.


Das üppige Grün der Moose grünt schon bevor das frische Grün des Frühlings noch grün hinter den Ohren ist. Sie sind die Flokatis und Bettvorleger der Natur. Man tritt sie mit Füßen, ohne groß auf sie zu achten. Auch die Wildschweine wühlen in ihnen herum, bis sie in alle Ecken des Waldes fliegen. Mit ihm kann man es ja machen, es ist schließlich kein "Rührmichnichtan".

Es ist robust, langlebig und wohnt an den Stellen, an denen sonst kein anderes Pflänzchen sich niederlassen mag. Es hat sich die Schattenseiten des Lebens gesucht und hier eine Nische gefunden, in der es sich wohlfühlen kann. Es kommt nicht von ungefähr, dass es zusammen mit den Farnen und Flechten zu den ältesten Pflanzen überhaupt auf unserer Erde gezählt wird.


Dieses Nischendasein tut ihm gut, denn unbedrängt von anderen Pflanzen kann es sich ganz langsam aber sicher vermehren und wachsen. Es ist sowieso ein Wunder, wie eine Pflanze ganz ohne Wurzelwerk leben und gedeihen kann. Ja, es hat keine Wurzeln, alles was es benötigt nimmt es aus dem Regenwasser auf und auch das Regenwasser ist für die Fortpflanzung zuständig. Die Sporen werden von diesem in die nächste Umgebung transportiert und dort wächst das Moos dann weiter. Von daher wäre es auch nicht sonderlich konkurrenzfähig gegenüber sich schnell ausbreitenden Arten - aber an seinem Standort, da ist es der König des Waldes.


Schaut man beim Spaziergang nun etwas genauer hin, wird man feststellen, dass es viele verschiedene Moosarten (und Flechtenarten) gibt. Ich fand, es hat sich gelohnt, etwas näher hinzuschauen und den Details etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

Diese hier gezeigten Moose und Flechten habe ich auf einem recht kleinen Areal von ca. 200m x 200m gefunden. Da waren sicherlich noch mehrere, aber es ist nicht einfach diese Moose alle zu unterscheiden.

Daher werde ich sie momentan auch nicht benennen und die richtige Namensgebung nachträglich einfügen, nachdem ich mich mit kundigen Mooskennern ausgetauscht habe. Wenn einer von Euch sich auskennt, dann bin ich über einen entsprechenden Kommentar dankbar.

Und los geht es mit grün, grüner am grünsten ...


Moos macro
Moos macro


Moos macro

Moos macro







Ich hoffe die kleine Exkursion in die niederen Etagen unserer Natur hat Euch gefallen und Lust darauf gemacht, auch einmal mit gesenktem Blick durch den Wald zu gehen und sanft über die verschiedenen Moose zu streichen.

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