01.07.2016

Ein Stelldichein von Frau Kanne und Herrn Gugel,


 findet in unserem Garten statt!




Wenn die Gießkanne auf schwäbisch dr Schbrenzer beschließt, zusammen mit ihrem Freund Gugelhupf ein Stelldichein zu veranstalten, dann wird kräftig aufgetischt. Die beiden sind strengstens vegan veranlagt und besorgen sich fürs Festmahl immer ein lecker Blumengebinde - Bloamaschdreißle auf gut schwäbisch genannt.


Schaut man mal kurz nicht hin, dann bekommt die olle Schbrenzerin Beine und rennt im Garten wild umher, um Blumen und anderes Schmackhaftes fürs Sträußle zu glaua - wie man das Klauen im Schwabenländle nennt. 

Ja das hättet ihr von der rostigen Tante nicht gedacht, dass die solche Sachen treibt - gell? (schwäbisches Wort um gegenseitiges Einverständnis zu erhaschen).


Bei diesem Raubzug hat sie sich doch über meine blühenden Gelbe Riaba (Möhren) hergemacht - welche ich in diesem Jahr einfach einmal zur Blüte kommen ließ, um zu schauen, ob sie vielleicht Ähnlichkeit mit der wilden Möhre haben. Ja und was kann ich sagen - die Sibbschaft (Verwandtschaft) ist wahrlich nicht zu leugnen - die Farbgebung lediglich ist etwas anders ausgefallen.


Als nächstes macht sich die heenige (kaputte) Blechmamsel über meine Mohnsamenkapseln her! Mensch Kanne, die sind doch noch gar nicht reif - neeein nicht! Nun hat sie schon zwei Pflanzen ausgerissen - da kann man nun wohl auch nichts mehr ändern. Waart blos (warte nur), wenn ich dich erwische ...




Während ich noch der Kanne im Garten hinterhereile, macht sich der steinharte Beton-Gugelhupf hüpfend wie der Name schon vermuten lässt, auf den Weg und raubt mir aus dem Schatten und Halbschatten ganze Blütendolden der schönen Astrantia major - Sterndolde. Das reißt doch der Dolde die Krone weg - die schönen Schattenblüher, wo doch sonst im Schatten überwiegend Blätter hervorstechen. Na pass auf, dir gugel ich demnächst aber einen, das sag ich dir Freundchen.



Astrantia major - Sterndolde ist eine der Pflanzen, die von de Schnäggle (Schnecken)  nicht gefressen werden, gerade deswegen mag ich sie ja auch so gerne. 

Es gibt sie in schlichtem Weiß - diese finde ich für den Schatten ganz toll. Für den Halbschatten würde ich eine rosafarbene oder eine der neuen roten Sorten bevorzugen - es sei denn, es muss eine Weiße sein, dann muss es eben. 




Schaut euch ruhig beim Gärtner eures Vertrauens danach um. Man kann sie übrigens ganz toll in Sträuße binden, das ist nichts Neues, weiß ja schon jeder versteinerte Gugelhoppf (Napfkuchen). 

Wer nicht möchte, dass sich reichlich Sämlinge einfinden, der ernte eifrig Blumensträuße, um die Samenreife zu verhindern. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert eine etwas geringere Nachblüte zu Tage.


Kurz im Vorbeigehen hat sich Tante Kanne dann noch drei rote Bartnelken - Dianthus barbatus und einige Campanula punctata - Glockenblumen  geholt. Man muß ihr zugestehen, sie weiß was zusammen gut aussieht.


Da haben sie sich nun ganz glücklich wieder boide (beide) auf dem Tisch samt Sträußle eingefunden, als das fleckige Gießgerät seinen langen Hals streckt, um vom Baum drei der wunderschönen Clematissamenstände zu stibitzen.

Der freche Guglerich räubert währenddessen noch eine meiner schön neugierigen Clematisblüten, die doch so nett durchs Fenster schauen. Einmal kurz die Nase zu weit nach vorne gestreckt und schon bist du das Opfer eines alten Kuchens. Frechheit vor dem Herrn das Ganze! Ich bin wirklich fassungslos.


Da werde ich meinen Mann demnächst bitten, die beiden irgendwie festzudübeln, damit mir solch ein Raubzug durch mein heiliges Bunt und Grün so schnell nicht wieder vorkommt.

Es grüßt euch ganz von der Kanne

Marion

alias

Kommentare:

  1. wow, das sind wunderschöne Bilder! Gefällt mir sehr gut, so romantisch und schön.
    LG und schönes Wochenende
    susa

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  2. Jetzt habe ich vor lauter Schwäbisch lesen gar nicht auf die Bilder geachtet, lach :-) Danke für diesen lustigen Post. Jetzt schaue ich mir erstmal die Bilder an. Hab ein feines Wochenende und danke für den Albertine-Tipp , ich gebe der New-Dawn aber schon noch ein wenig Zeit. Gerade habe ich gelesen, dass man kleingeschnittene Bananenschalen neben der Wurzel vergraben soll, um Wachstum und Blüte zu fördern , ob das wohl hilft ???
    Viele Lieblingslandgrüße schickt Dir Petra ♥

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  3. Na dann muss der Ehemann wohl gleich in den Baumarkt um Dübel zu besorgen :-)

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  4. Grias Gottle Marionette,
    etzad ben i ganz hee was du do älles oschdellschd.
    Do duasch dr Garda schbrenza des isch doch guad so ond des send aber au ganz scheene Bliamla, die du do zeiga duaschd.

    Ab schees Wochandle ond a lieabs Griasle
    du lieabe Blomafee :-)

    Eva

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  5. The photos are so gorgeous! I love your work and post.

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  6. This Astrantia looks so nice! Love it. Thanks for linking. Groetjes,
    Hetty

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  7. Wow, da hast Du, liebe Marion, ja einiges zusammengetragen für dieses wunderschöne opulente original schwäbische Bloamaschdraißle. Das ist ja ein buntes Potpourri (deutsch: allerlei Kunterbunt)aus sooo vielen verschiedenen Pflanzenteilen. Ich mag besonders die weiße Astrantie. Und ich dachte, die Schwaben sind eher für ihre Sparsamkeit bekannt. So kann man (frau) sich irren.
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Edith

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  8. Schon wieder ein wunderschöner Blumenstrauß und die alte Gießkanne gefällt mir auch sehr gut. Mein Opa hat sowas vom Blech selber gemacht und grün gestrichen und in unserer Verwandtschaft hatte jede die Kannen von Opa.
    Liebe Grüße

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  9. Herrliche Bilder liebe Marion, die Sterndolde finde ich auch so wunderschön, ich hab sie in lila im Garten, immer eine Freude! Dein Strauß ist wieder einmal einzigartig - traumschön!
    Liebe Grüsse von Katja

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  10. Liebe Marion,
    danke für Deinen Besuch und netten Kommentar in meinem Geheimen Garten, ich freue mich.
    Mir gefällt es bei Dir, Du schreibst so schön harmonisch und nun habe ich auch schon ein paar Worte schwäbisch gelernt *lach*, die rote Giesskanne gefällt mir, ist so wunderbar nostalgisch und der Blumenstrauß so schön romantisch. Danke für diesen wunderschönen Post ;-)))

    Ich wünsche Dir ein sonniges Wochenende mit vielen schönen Gartenmomenten
    und schicke liebe Grüße mit.
    Traudi aus dem Garten.

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  11. ...wieder sooo schöne Aufnahmen!
    glG, Manja

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  12. Och nee, lass den beiden mal ihre Freiheit, mir gefällt das Ergebnis ihres Raubzuges ausgesprochen gut. :-)
    Ich liebe so kleine knuffige Sträuße und Du hast alles ganz wunderbar in Szene gesetzt liebe Marion.
    Viele liebe Grüße
    Sigi

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  13. Wow, einfach traumschön liebe Marion! ❤️ Sterndolden habe ich hier auch einige gepflanzt.... Ich liebe sie!
    Liebste Grüße
    Christel

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  14. Schön, wenn man einen Blumengarten mit dieser Vielfalt hat!
    Bon week-end!
    Astrid

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  15. Hallo Marion,
    was für en schöner Strauß mit allen meinen Lieblingsblumen (jedenfalls um diese Jahreszeit, die Lieblinge wechseln ja ständig).
    Meine Astrantia steht wohl zu schattig, die mag wieder nicht blühen, grummel.
    VG
    Elke

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  16. Liebe Marion,

    Hut ab für diesen großartigen Beitrag. Ich habe jetzt richtig gute Laune!

    Die berlingarten-Schnecken sind übrigens absolute Astrantien-Feinschmecker, genauso grummel wie Elke ;-) Jede einzelne Blüte wird gefeiert und würde, kostbarer als Trüffel, NIEMALS in der Vase landen dürfen.

    Genieße du sie in vollen Zügen, beste Grüße
    Xenia

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  17. Wunderschöne Bilder und ein kleiner Sprachkurs noch dazu.
    Dein Strauß gefällt mir ausgesprochen gut.
    Weil Astrantia zu meinen Lieblingsblumen gehört, wächst sie bei mir in allen Schattierungen von Rot bis Weiß.
    Viele Grüße,
    Anette

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Einige liebe Worte sind für mich wie ein warmer Regen im Mai ... sie geben mir die Kraft für ein ganzes Blogger-Jahr, kreativ in die Welt zu schauen. Ich danke euch allen dafür.

Gerne besuche ich auch eure Blogseiten und hinterlasse einen Kommentar. LG Marion