20.09.2016

Lampionblumen sind durchsetzungsstark ...



aber anscheinend nicht stark genug!



Die Lampionblume (Physalis alkekengi) ist ja nicht als eine Pflanze bekannt, welche durch Zurückhaltung und Unscheinbarkeit glänzt.  Sie drängt sich vor, sie ist parat wenn andere es nicht sind und wenn man sie hat, dann wird man sie so schnell auch nicht wieder los. Man überlege also gut, ob man sie ins Blumenbeet einziehen lässt oder besser doch im Gefäß unterbringt. Wenn sie da sein darf, dann ist sie das meiste Jahr über relativ grün und unscheinbar - aber wenn der Herbst hereinbricht,  ist sie kaum von einer anderen Pflanze mehr zu schlagen. Denn ihre Samenstände, die allseits bekannten Lampions, die leuchten weit über das Beet in den Garten hinaus.


Strahlend schön und gelegentlich etwas aufdringlich ist auch unsere Cavalier-King-Charles-Spaniel Hündin Candy. Diese hat sich heute in den Kopf gesetzt, das Fotoshooting von oben erwähnten Samenständen der Lampionblume zu sprengen. Im Mittelpunkt wollte sie stehen und fotografieren sollte ich sie dabei!


Plötzlich war sie da, genau an dem Platz, an den ich die Samenstände für das Foto platziert hatte. Sie täuschte Interesse an den Früchten vor und schnupperte deshalb etwas belanglos an ihnen herum.



Als man das Geschnuppere satt hat, begibt man sich in die Horizontale und legt das müde Schnäuzelchen, ganz und gar zufrieden mit sich und der Welt, neben den besagten hübschen Früchtchen ab. Schönheit gesellt sich halt gern zu Ihresgleichen.

  
Wenn man nicht mehr genügend Aufmerksamkeit erregen kann, erhebt man das Haupt und schaut verträumt in die Umgebung, natürlich nicht ohne sich mit den Lampions, welche da so zerstreut liegen, zu schmücken! Wer die da wohl so toll hin dekoriert hat?


Sichtlich erschöpft von der schweren Arbeit des Schnupperns und des Posens ist man gewillt, nun das Feld freizugeben, damit Frauchen dann vielleicht doch noch das geplante Shooting durchführen kann.




Nicht jedoch, ohne dabei so unverschämt niedlich auszusehen, dass Frauchen gezwungenermaßen noch das eine oder andere Bild schießen muss. So ein Frauchenherz ist halt weich wie Pudding.



Jetzt geht es aber los, nun bekomme ich endlich, was ich eigentlich schon vor einer Viertelstunde haben wollte. Zum Glück sind diese Dinger ja so geduldig wie auffällig. Naja, die ein oder andere scheint schon etwas leicht angefressen zu sein ... was soll's.


Die meisten präsentieren sich etwas verschlossen, lediglich eine scheint für alles offen zu sein - gut für mich. Im Herzen des Lampions verbirgt sich der wertvolle Samen, welcher an dieser Stelle einen wunderbaren Schutz vor Wind und Wetter genießt. Hier offenbart sich auch die Verwandtschaft zur essbaren Kap-Stachelbeere (Physalis peruviana).


Die Früchte machen eine farbliche Entwicklung von sattem Grün über zartes Gelb zu leuchtend Orange durch. Hat man alle Entwicklungsstadien an einem Zweig, dann ist dies ein sehr schöner Anblick. Die grünen Pflanzenteile sind durchweg und ohne Ausnahme giftig.




Kaum eine andere Pflanze bietet solch eine Vielfalt an herbstlichen Farben auf engem Raum. In der Floristik sind sowohl die Zweige, als auch die frischen bzw. getrockneten Lampions sehr gefragt.



Für Fraukes Schwarz-Weiß-Blick gibt es hier jetzt noch etwas monotone Bilder für die Äugelein:







Seid ihr noch wach? Oder ist es euch wie Candy ergangen? Wie auch immer...

Es grüßt euch ganz herzlich

Marion

alias



VERLINKT MIT: 

Kommentare:

  1. Hallo Marionette,
    ich bin auch ganz "verrückt" nach dem Physalis. Neulich im Schwarzwald habe ich ein ganzes Feld gesehen und mich pssstttt, auch bedient.

    Am besten gefallen sie mir aber, wenn sie schon so braun sind und verblichen und man die Struktur erkennen kann.

    Da habe ich so schöne MAkros, die könnte ich auch mal zeigen.

    Lieben Gruß Eva
    so jetzt lege ich mich noch aufs Ohr. War heute morgen schon in deiner Gegend und habe den Liebsten zum Flughafen gefahren.

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Marion,
    dein Hund ist ja sowas von niedlich!!! Die Farben der Lampionblume sind faszinierend! Ich habe auch mal eine Pflanze geschenkt bekommen; aber deren Verbreitungsdrang besteht darin, das hier und da mal ein Stengel wächst. Ich werde sie mal in einen Topf umpflanzen. Dann habe ich vielleicht auch diese Farbkraft gebündelt.
    Noch einen schönen Tag & LG Christiane

    AntwortenLöschen
  3. ...ein ganz schöner und niedlicher Post. ;-)
    Herzl., Manja

    AntwortenLöschen
  4. Ja, liebe Marion, bei solchen lieben Hundeaugen wird frau einfach schwach wie Pudding und nicht nur bei Hunden. Zum Glück habe ich noch einmal geschaut. Es handelt sich ja um eine Hündin, nämlich Candy, deshalb so ein süßes (Hunde-)Gesicht. - Vor einigen Tagen sah ich im Gartencenter solch eine Lampionblume. Ich fand sie wunderschön. Es gab Lampions von grün bis dunkelorange und sie fühlten sich so toll an, fast wie Leder. Ich war begeistert, hatte schon sieben Pflanzen im Einkaufswagen und mußte feststellen, dass diese Farbe leider nicht in mein Farbkonzept paßte. Aber schön ist sie schon und wo hin hinpaßt, hat sie im Herbst ihren großen Auftritt.
    Liebe Grüße
    Edith

    AntwortenLöschen
  5. Ihr könnt euch alle bei mir bedienen ;)) Ich will sie nämlich wirklich los werden. Sie überwuchern hier alles und wachsen in dem Beet, welches noch nicht bearbeitet wurde...lach
    Toll sehen sie ja aus und mit deinem süßen Fotomodell gleich zweimal liebe Marion ♥
    Liebste Grüße
    Christel

    AntwortenLöschen
  6. Physalis gefällt jedes Jahr aufs neue, obwohl ich die Farbe Orange etwas schwierig finde. Aber im Pflanzenreich geht alles.
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  7. Die Hunde sind immer wieder putzig :P

    AntwortenLöschen
  8. Your puppy is so sweet. And the Chinese Lanterns are beautiful. Wonderful shots my friend.

    Lisa @ LTTL

    AntwortenLöschen
  9. Bei mir leider nicht. Die Pflanzen erscheinen wohl hie und da mal, aber sie blühen kaum. Und das in einem Sonnengarten. Irgendwie sagt ihnen unser Boden wohl nicht zu. ;-) Aber so schnell gebe ich ja nicht auf. :-)
    Ich hätte nämlich auch gerne einen Haufen davon in allen Farben und würde sie sehr gern als Deko nehmen.

    So niedlich, das Hundi! :-)

    Liebe Grüße
    Sara

    AntwortenLöschen

Einige liebe Worte sind für mich wie ein warmer Regen im Mai ... sie geben mir die Kraft für ein ganzes Blogger-Jahr, kreativ in die Welt zu schauen. Ich danke euch allen dafür.

Gerne besuche ich auch eure Blogseiten und hinterlasse einen Kommentar. LG Marion